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Lesetagebuch führen: So trackst du deine Bücher (2026)

Juni 2026 · 6 Min. Lesezeit

Du liest regelmäßig, aber nach ein paar Monaten weißt du nicht mehr, welche Bücher dir gefallen haben und welche nicht. Ein Lesetagebuch hilft dir, den Überblick zu behalten. Hier sind drei Methoden - von Papier bis App - und Tipps, wie du sofort anfangen kannst.

Warum ein Lesetagebuch?

Der Hauptgrund ist einfach: du vergisst Bücher. Vielleicht nicht den Titel, aber das Gefühl beim Lesen, die besten Stellen, ob du das Buch weiterempfehlen würdest. Ein Lesetagebuch hält das fest.

Außerdem erkennst du Muster. Liest du vor allem Krimis? Greifst du im Winter zu längeren Büchern? Wie viele Seiten schaffst du pro Monat? Solche Dinge fallen dir erst auf, wenn du sie aufschreibst.

Und dann ist da die Motivation. Wenn du siehst, dass du dieses Jahr schon 14 Bücher gelesen hast, liest du eher weiter als wenn du nur ein vages Gefühl hast. In Deutschland liest der Durchschnitt 6,25 Bücher pro Jahr. Allein das zu wissen kann helfen.

3 Methoden im Vergleich

Notizbuch

Bullet Journal, leeres Notizbuch oder ein fertiges Lesetagebuch aus dem Buchhandel. Du schreibst alles von Hand.

Vorteile

  • Kein Bildschirm
  • Kreativ gestaltbar
  • Fühlt sich persönlich an

Nachteile

  • Nicht durchsuchbar
  • Keine automatischen Statistiken
  • Leicht zu vergessen

Tabelle

Google Sheets oder Excel. Spalten für Titel, Autor, Seiten, Datum, Bewertung, Genre, Notizen. Du baust dir alles selbst.

Vorteile

  • Durchsuchbar und sortierbar
  • Kostenlos
  • Volle Kontrolle

Nachteile

  • Manuelle Eingabe für alles
  • Keine Cover, keine Widgets
  • Am Handy umständlich

App

Eine Lese-Tracker-App wie PagePath. Barcode scannen, Buch ist drin. Statistiken, Wraps und Widgets laufen automatisch.

Vorteile

  • Schnell (ISBN scannen)
  • Automatische Statistiken
  • Widgets auf dem Homescreen

Nachteile

  • Bildschirmzeit
  • Manche kosten Geld
  • Weniger kreativ als Papier

Keine Methode ist besser als die andere. Es kommt darauf an, was dir liegt. Manche Leute starten mit einem Notizbuch und wechseln nach ein paar Monaten zur App, weil sie die Statistiken wollen. Andere bleiben beim Papier und sind damit glücklich.

Was gehört ins Lesetagebuch?

Fang einfach an. Du brauchst nicht alles auf einmal. Diese sechs Felder reichen für den Anfang:

  1. Titel und Autor - klar, das muss rein.
  2. Datum - wann angefangen, wann fertig gelesen. Oder nur das Enddatum, wenn dir das reicht.
  3. Bewertung - Sterne sind am einfachsten. PagePath unterstützt halbe Sterne (4,5 statt nur 4 oder 5), was viele Leser besser finden.
  4. Ein Satz - worum ging es, in deinen eigenen Worten. Nicht mehr als zwei Sätze. Du schreibst keine Rezension.
  5. Lieblingszitat - optional, aber du wirst froh sein, wenn du es später wiederfindest.
  6. Würdest du es empfehlen? - ein simples Ja oder Nein. Hilft, wenn Freunde fragen.

Mehr brauchst du nicht. Manche Leute fügen Genre-Tags hinzu, Stimmungs-Tags oder Seitenzahlen. Das kannst du jederzeit nachrüsten. Aber starte mit wenig, sonst wird es zur Pflicht statt zum Vergnügen.

Lesetagebuch Vorlage

Wenn du mit Papier anfangen willst, haben wir eine kostenlose Vorlage als PDF. Sie enthält Monatsseiten, eine Jahresliste und Platz für Notizen.

Kostenlose Lesetagebuch-Vorlage (PDF)

Monatsseiten, Jahresliste, Platz für Bewertungen und Notizen.

Zum Download

Die Vorlage ist auf Englisch, funktioniert aber mit jedem Buch in jeder Sprache. Wenn du lieber digital trackst, schau dir PagePath an - das ist die App-Version mit automatischen Statistiken.

Bücher tracken mit App

PagePath ist ein Buchtracker, der alle Daten auf deinem Handy speichert. Kein Konto, keine Cloud, kein Abo. Du zahlst einmal und behältst die App.

So funktioniert es: ISBN-Barcode scannen oder Titel eintippen. PagePath holt Cover und Details automatisch von Google Books und Open Library. Dann siehst du sofort deine Statistiken: Bücher pro Monat, Seiten pro Jahr, Lesestreaks, Lesekalender.

PagePath Bibliotheksansicht mit Buchfiltern, Genre-Tags und Sternebewertungen

Lese-Wraps fassen deine Woche, deinen Monat oder dein Jahr zusammen - Genres, Autoren, Lesezeit, persönliche Trends. Du kannst sie teilen oder für dich behalten.

Wenn du von Goodreads wechselst: PagePath hat einen eigenen Goodreads-Import. CSV-Datei auswählen, fertig. Bücher, Bewertungen, Regale und Daten werden automatisch übernommen.

Die ersten 25 Bücher sind kostenlos. Danach kostet die Vollversion einmalig 9,99 Euro. Kein Abo. Die App gibt es für Android und iOS in 10 Sprachen, darunter Deutsch.

Was in Lesecommunities immer wieder auffällt: Die Leser, die ihr Lesetagebuch wirklich langfristig durchhalten, sind nicht die mit den schönsten Systemen. Es sind die, die ihr Lesetagebuch als eine Art persönliches Archiv nutzen. Sie wollen im Dezember zurückblicken und sich an die Woche im März erinnern, in der sie drei Bücher hintereinander gelesen haben, oder an den Roman, der ihre Stimmung an einem schlechten Tag verändert hat. Das Lesetagebuch funktioniert, wenn es sich wie eine Erinnerung anfühlt, nicht wie eine Pflicht.

Wenn du eine Lesechallenge machst, hilft das Lesetagebuch gleichzeitig als Fortschritts-Tracker.

Häufige Fragen

Wie fange ich ein Lesetagebuch an?+

Nimm ein Notizbuch, eine Tabelle oder eine App und trage dein aktuelles Buch ein. Titel, Autor, ein Satz dazu, Bewertung. Mach das nach jedem Buch. Mehr brauchst du am Anfang nicht.

Wie viele Bücher liest man in Deutschland pro Jahr?+

Der Durchschnitt liegt bei 6,25 Büchern pro Jahr. In Frankreich sind es 14, in den USA 17. Wenn du mehr als 6 Bücher pro Jahr liest, liest du bereits überdurchschnittlich.

Gibt es kostenlose Lesetagebuch-Apps?+

Ja. PagePath ist kostenlos für die ersten 25 Bücher. Goodreads ist komplett kostenlos, speichert aber deine Daten auf Servern. Bookmory hat eine Gratis-Version mit Werbung. Openreads ist kostenlos und Open Source.

Kann ich mein Goodreads-Konto importieren?+

Ja. Exportiere deine Goodreads-Bibliothek als CSV-Datei und importiere sie in PagePath über den Goodreads-Import in den Einstellungen. Bücher, Bewertungen, Regale und Daten werden automatisch übernommen. Eine Anleitung findest du hier.

Fang heute an zu tracken

Die ersten 25 Bücher sind kostenlos. Kein Konto, keine Cloud, kein Abo.

"Grandiose App! Liebe es endlich meine Bücher in einer digitalen Bibliothek zu sehen. Handhabung ist sehr einfach und man muss nur die ISBN scannen und zack, das Buch ist da." - Sabine auf Google Play